Tinnitus
Tinnitus ist häufig ein Symptom einer anderen Krankheit und sollte daher nicht als eigenständige Krankheit betrachtet werden. Betroffene nehmen Geräusche wie Pfeifen, Brummen, Zischen oder Rauschen wahr, die nicht von außen kommen und von keiner anderen Person wahrgenommen werden können. Diese Geräusche beruhen auf einer Störung der Hörfunktion.

Der Tinnitus beginnt in der Regel zunächst mit Geräuschen im Ohr und kann schließlich als chronischer Tinnitus die gesamte Wahrnehmung beeinflussen. Doch chronischer Tinnitus ist primär keine Krankheit des Ohres, sondern eine Fehlverarbeitung von akustischen Signalen im Gehirn.
Tinnitus mit und ohne HörverlustHäufig kann ein Tinnitus mit einem Verlust an Hörvermögen verbunden sein. Hiervon sind dann insbesondere die hohen Frequenzen betroffen. Man spricht in diesem Fall von einem Hochtonsteilabfall. Experten gehen davon aus, dass 50% aller Tinnitus-Betroffenen einen begleitenden Hörverlust haben, häufig ohne es zu wissen. Daher ist es zu empfehlen, bei einem vorliegenden Tinnitus in jedem Fall beim HNO-Arzt oder Hörakustiker einen Hörtest durchzuführen.
Liegt ein Hörverlust vor, so können spezielle
Tinnitussysteme helfen.
Foto: ReSound