29. April 2009
12. Tag gegen Lärm am 29. April 2009

Für die Menschen in Deutschland stellt Lärm immer noch eine der am stärksten empfundenen Umweltbeeinträchtigungen dar. Am häufigsten fühlen sie sich durch Straßenlärm belästigt: In den alten Bundesländern fühlen sich 66%, in den neuen Bundesländern 79% der Bevölkerung durch Verkehrslärm gestört, dicht gefolgt vom Fluglärm.“ [UBA-Berlin 2008]
Das ist seit Jahren bekannt. Einiges hat sich verändert: Es gibt lärmarme Straßenbeläge, leisere Flugzeuge und Reifen, deren Profile "schallfreundlicher" sind. Aber im Gesamtaufkommen nimmt die Belastung eher zu, der Schlaf bleibt nicht ungestört, und neue Untersuchungen weisen deutlich auf Auswirkungen auf das Herzkreislaufsystem. Die Leistungsfähigkeit von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ist betroffen.
Die Lebensqualität leidet. Engagement ist gefragt: Regelungen allein sind nicht die Lösung. Mehr Wissen über Schallbelastung ist notwendig, vor allem darüber, wie man zu starke Schallbelastung vermeiden kann.
Was macht denn den Schall aus, der stört? Wann wird denn der Schall zu Lärm?Aus vielen Untersuchungen geht eindeutig hervor, dass Krach und Lärm ähnlich anderen Stressoren, zu negativen physischen und psychologischen Veränderungen im Menschen führen. Weder der einzelne Mensch noch der Mensch in der Gemeinschaft lässt es länger unhinterfragt über sich ergehen, dass Lärm ein "selbstverständliches Nebenprodukt" der Gesellschaft ist.
Tatsächlich ist Straßenlärm der Hauptbeschwerdepunkt der Bevölkerung. Zudem ist Lärm nicht allein neuralgischer Punkt für Erwachsene, sondern insbesondere auch für unsere Kinder.
Das größte Ziel der Aktion Tag gegen Lärm - International Noise Awareness Day besteht darin, Aufmerksamkeit für die Lärmproblematik zu erregen und das Bewusstsein für die Sinneswahrnehmung Hören auszubilden bzw. zu stärken.
Foto: ReSound