Funktionsweise
Man unterscheidet zwischen digitalen Hörgeräten und analogen Hörgeräten, wobei analoge Hörgeräte heute nur noch ganz selten zu finden sind. Das Wort "digital" bezieht sich dabei auf die Art der Verarbeitung der akustischen Signale. Hierbei werden eintretende akustische Schallsignale in digitale Signale umgewandelt. Das bedeutet, die Schallwelle wird in eine Zahlenreihe zerlegt, verarbeitet, wieder in eine Schallwelle umgewandelt und an das Gehör weitergegeben. Der übertragene Hörbereich wird hierzu in mehrere Kanäle eingeteilt und kann somit exakter auf den individuellen Hörverlust eingestellt werden.

Im Gegensatz hierzu bestehen Hörgeräte mit analoger Signalverarbeitung aus mechanischen Bauteilen und geben das aufgenommene Schallsignal verstärkt an das Ohr ab, ohne es weiter zu bearbeiten.
Digitale Hörgeräte verfügen über einen winzig kleinen Speicherchip, ähnlich wie ein Computer. Dieser Chip ist mit einer leistungsstarken, intelligenten Software ausgestattet. Dadurch sind die Geräte in der Lage, Sprache von störenden Nebengeräuschen zu unterscheiden. Sprache wird hervorgehoben und gleichzeitig wird störender Lärm ausgeblendet.
Durch die Digitaltechnik ist die Herstellung kleiner Bauformen (
Micro-Hörgeräte) erst möglich. Dank der präziseren Einstellung mit Hilfe der digitalen Signalverarbeitung, hat die Akzeptanz von Hörgeräten deutlich zugenommen. Studien belegen, dass die Lebensqualität für 90 Prozent der Hörgerätträger sich deutlich verbessert hat.
Foto: ReSound